Kaltern: FM Paltrinieri siegt im Weinkeller

paltrinieri_kalterntrophy2018Der amtierende Landesmeister FM Nicholas Paltrinieri hat die dritte Auflage der „Kaltern-Trophy“ für sich entschieden. Der Kalterer sicherte sich den Turniersieg nach sechs Runden dank der besseren Buchholzwertung einer vierköpfigen Gruppe.

Bei diesem Turnier muss man sich warm anziehen, um zwar im wahrsten Sinn des Wortes. Im Puntay-Keller der Kellerei Kaltern herrschen kühle Temperaturen, was zu einem bizarren Bild führt: Viele der anwesenden Turnierteilnehmer saßen in Winterjacken eingewickelt am Schachbrett. Ein weiteres Detail an dem man sieht, dass sich dieses Turnier von anderen abhebt sind die duftenden Weinfässer, welche die Turnierteilnehmer umgeben. Eine solche Veranstaltung bleibt weit und breit einzigartig!

Im Gegensatz zu den beiden vorangegangenen Austragungen hat der Organisator das Turnierformat verändert. Statt fünf warteten auf die Teilnehmer sechs Runden, zudem standen drei Turnierklassen statt wie bisher zwei auf dem Programm. Die C-Gruppe eröffnete so dem einen und anderen Spieler die Möglichkeit, zumindest einmal das Rampenlicht einer Preisverteilung und als stolzer Sieger zu betreten. In diesem Fall war es der Grödner Manuel Perathoner. Der 16-jährige, die Nummer 20 der Setzliste, errang mit 5,5 Punkten einen Außenseitersieg, zeigte aber, dass man ein schlechtes Ergebnis an selber Stelle durchaus vergessen kann. Im Vorjahr zahlte er im Open B noch ordentlich Lehrgeld, jetzt geht er als strahlender Sieger nach Hause.

Das Open B gewann ein bereits routienierterer Spieler. Giovanni Dallaglio, seit Jahren Mitglied bei der SG Kaltern/Tramin, errang mit fünf Punkten ebenfalls einen Solosieg. Bester Südtiroler – oder in diesem Fall die beste Südtirolerin – war Carmen Lantschner als Achte.

Pure Spannung herrschte im Open A, zu dem sich 24 Spieler, darunter vier FIDE-Meister, einschrieben. Vor der letzten Runde zierten FM Nicholas Paltrinieri, FM Fabrizio Molina und der Deutsche Arthur Schelle punktgleich die Ranglistenspitze. In der letzten Runde trennten sich Paltrinieri und Schelle nach 26 Zügen mit der Punktteilung. Das eröffnete FM Molina die Chancen zum alleinigen Turniersieg, allerdings leistete FM Francesco Seresin Widerstand, sodass auch diese Partie im Remishafen endete. Anders agierte FM Alberto Barp. Der Elofavorit, der die Chancen auf den Turniersieg in der fünften Runde gegen FM Molina in den Sand setzte, nahm seinem Schweizer Gegner Paul Haldemann den Punkt auf, womit sich an der Spitze eine vierköpfige Gruppe bildete. Den Wertungssieg trug verdientermaßen FM Nicholas Paltrinieri, der als einziger Spieler ungeschlagen blieb, davon. Der amtierende Landesmeister und Sieger des Bozner Opens im Februar dieses Jahres setzte sich also erneut durch!

Alle Ergebnisse 

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