TSS 2018: Abseits von der Turnierkulisse…

image006[1]Es ist und bleibt das größte Schachturnier auf dem heimischen Boden, die regionale Phase der Schulschach-Meisterschaft, oder TSS, wie es offiziell heißt. In diesem Jahr waren es 43 Mannschaften mit 204 Spielern und Spielerinnen.

Es ist aber auch das Turnier, das schon Tage zuvor schlaflose Nächte bereitet, wenn man bereit ist, Verantwortung dafür zu übernehmen…

Wenn alles gut funktionieren soll, muss man schon eine Menge Arbeit und Zeit investieren. Angefangen von den Tisch-, Ergebnis- und Mannschaftskarten für die Bestätigung im Turniersaal sind die Anmeldungen mitsamt den Eingaben in die vorgesehene Software der aufwändigste Teil. Beim Einschreibeschluss zählte das Schulsportamt 41 Mannschaften mit über 200 Spielern, mehr als im Vorjahr. Dabei blieb es allerdings nicht.

Dass für die Vorbereitung der Zeitaufwand immer größer wird, liegt auch am Reglement. Für die Einstufung der Mannschaften sieht das Reglement vor, dass die FIDE-Rapid-Wertung das erste Kriterium ist. Dann folgt die Stardard-Fide-Elozahl, gefolgt von der nationalen Ratingzahl. So, und nun muss man sich vorstellen, man bekommt eine Liste mit 200 Spielern, bei denen man schauen muss, ob eine entsprechende Wertung aufscheint. Da hat es schon seine Vorteile, wenn man jahrelang nicht nur dabei, sondern mittendrin im Südtiroler Schachleben beteiligt ist: Man kennt bereits viele der teilnehmenden Spieler, was den Zeitaufwand erheblich verkürzt. Was aber eine Frage nicht beantwortet: Warum muss man turniererfahrene Spieler schlechter einstufen als Anfänger, die mit 1440 Elo beginnen dürfen?

Nicht angekommen ist bei einigen Schulen die Regelung, dass Spieler mit internationalem Titel oder nationaler Qualifikation in absteigender Reihenfolge vor allen anderen Spielern aufgestellt werden müssen. Das führte dazu, dass die entsprechenden Schulen informiert werden mussten. Die haben die Korrekturen auch vorgenommen.

Dass die eine und andere Mannschaftsaufstellung vor Turnierbeginn geändert werden muss, lässt sich kaum vermeiden. Obwohl das Reglement eigentlich genau das untersagt. Mit krankheitsbedingten Ausfällen oder ähnlichem muss man aber immer rechnen. Wo weit so gut. Andererseits: Was soll man machen, wenn sich eine Lehrperson echauffiert, andere Spieler angemeldet zu haben als die, die auf dem Spielerbogen aufscheinen? Und was tun mit den beiden Mannschaften, die plötzlich bei der Anwesenheitskontrolle die Mannschaften bestätigen wollen, aber aus unerklärlichen Gründen nicht in der Meldeliste aufscheinen? Dass sie doch zugelassen wurden, brachte für das große Turnier nur Positives: So konnten die Mädl-Teams der Zöglinge ein Turnier unter sich spielen, die Grundschul-Kategorie bekam eine Mannschaft mehr. Aber die hat schon bessere Zeiten erlebt.

Und wie verhielt es sich in diesem Jahr mit den gefürchteten Fehlern in den Aufstellungen? Da sich diese im Vorjahr massenhaft in die Spielberichtskarten einschlichen, hat der CR-AA-Verantwortliche bei der Begrüßung explizit darauf hingewiesen, notfalls vor Spielbeginn die Schiedsrichter zu konsultieren, ansonsten seien halt die Punkte futsch! Anscheinend verfehlte das seine Wirkung nicht: In 102 Mannschaftskämpfen hat nur eine Mannschaft gegen die Regeln verstoßen, und das hatte verheerende Folgen: Aus einem 3:1-Erfolg wurde eine 0:4-Niederlage.

Dass alles reibungslos klappte, daran hatten die Schiedsrichter maßgeblichen Anteil. Das Team um Hauptschiedsrichter Stefano Darigo, bestehend aus Hans Schrott, Alberto Perino und Alexander Benvenuto brachten das Turnier zügig über die Bühne, sodass die letzten Preisträger um 16 Uhr ihre Preise in Empfang nehmen konnten. Bei der Siegerehrung war auch Eduard von Grebner vom Schulsportamt zugegen. Bereits kurz nach Mittag wagte er eine Prognose: „Der Klassiker bei der Preisverteilung sind leere Batterien im Mikrophon!“ Gesagt – passiert…

Neben Darigo, der sich laut eigenen Angaben bei diesem Turnier „köstlich amüsierte“ und sich selbst daran machte, Medaillen zu verteilen, hatte am Abend auch Alexander Benvenuto Grund genug, spitzbübische Freude an den Ergebnislisten zu haben: „Seine“ Mannschaft habe eine Medaille gewonnen, ohne dass ein Spieler im seinem Club dabei sei, und nun wolle er dafür ein Kompliment! Der Berichterstatter tat ihm den Gefallen:

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… worauf Benvenuto genüsslich antwortete, nun könne er friedlich einschlafen… Gute Nacht!

TSS2018 – Ergebnisse

 

Es ist und bleibt das größte Schachturnier auf dem heimischen Boden, die regionale Phase der Schulschach-Meisterschaft, oder TSS, wie es offiziell heißt. In diesem Jahr waren es 43 Mannschaften mit 204 Spielern und Spielerinnen.

Es ist aber auch das Turnier, das schon Tage zuvor schlaflose Nächte bereitet, wenn man bereit ist, Verantwortung dafür zu übernehmen…

Wenn alles gut funktionieren soll, muss man schon eine Menge Arbeit und Zeit investieren. Angefangen von den Tisch-, Ergebnis- und Mannschaftskarten für die Bestätigung im Turniersaal sind die Anmeldungen mitsamt den Eingaben in die vorgesehene Software der aufwändigste Teil. Beim Einschreibeschluss zählte das Schulsportamt 41 Mannschaften mit über 200 Spielern, mehr als im Vorjahr. Dabei blieb es allerdings nicht.

Dass für die Vorbereitung der Zeitaufwand immer größer wird, liegt auch am Reglement. Für die Einstufung der Mannschaften sieht das Reglement vor, dass die FIDE-Rapid-Wertung das erste Kriterium ist. Dann folgt die Stardard-Fide-Elozahl, gefolgt von der nationalen Ratingzahl. So, und nun muss man sich vorstellen, man bekommt eine Liste mit 200 Spielern, bei denen man schauen muss, ob eine entsprechende Wertung aufscheint. Da hat es schon seine Vorteile, wenn man jahrelang nicht nur dabei, sondern mittendrin im Südtiroler Schachleben beteiligt ist: Man kennt bereits viele der teilnehmenden Spieler, was den Zeitaufwand erheblich verkürzt. Was aber eine Frage nicht beantwortet: Warum muss man turniererfahrene Spieler schlechter einstufen als Anfänger, die mit 1440 Elo beginnen dürfen?

Nicht angekommen ist bei einigen Schulen die Regelung, dass Spieler mit internationalem Titel oder nationaler Qualifikation in absteigender Reihenfolge vor allen anderen Spielern aufgestellt werden müssen. Das führte dazu, dass die entsprechenden Schulen informiert werden mussten. Die haben die Korrekturen auch vorgenommen.

Dass die eine und andere Mannschaftsaufstellung vor Turnierbeginn geändert werden muss, lässt sich kaum vermeiden. Obwohl das Reglement eigentlich genau das untersagt. Mit krankheitsbedingten Ausfällen oder ähnlichem muss man aber immer rechnen. Wo weit so gut. Andererseits: Was soll man machen, wenn sich eine Lehrperson echauffiert, andere Spieler angemeldet zu haben als die, die auf dem Spielerbogen aufscheinen? Und was tun mit den beiden Mannschaften, die plötzlich bei der Anwesenheitskontrolle die Mannschaften bestätigen wollen, aber aus unerklärlichen Gründen nicht in der Meldeliste aufscheinen? Dass sie doch zugelassen wurden, brachte für das große Turnier nur Positives: So konnten die Mädl-Teams der Zöglinge ein Turnier unter sich spielen, die Grundschul-Kategorie bekam eine Mannschaft mehr. Aber die hat schon bessere Zeiten erlebt.

Und wie verhielt es sich in diesem Jahr mit den gefürchteten Fehlern in den Aufstellungen? Da sich diese im Vorjahr massenhaft in die Spielberichtskarten einschlichen, hat der CR-AA-Verantwortliche bei der Begrüßung explizit darauf hingewiesen, notfalls vor Spielbeginn die Schiedsrichter zu konsultieren, ansonsten seien halt die Punkte futsch! Anscheinend verfehlte das seine Wirkung nicht: In 102 Mannschaftskämpfen hat nur eine Mannschaft gegen die Regeln verstoßen, und das hatte verheerende Folgen: Aus einem 3:1-Erfolg wurde eine 0:4-Niederlage.

Dass alles reibungslos klappte, daran hatten die Schiedsrichter maßgeblichen Anteil. Das Team um Hauptschiedsrichter Stefano Darigo, bestehend aus Hans Schrott, Alberto Perino und Alexander Benvenuto brachten das Turnier zügig über die Bühne, sodass die letzten Preisträger um 16 Uhr ihre Preise in Empfang nehmen konnten. Bei der Siegerehrung war auch Eduard von Grebner vom Schulsportamt zugegen. Bereits kurz nach Mittag wagte er eine Prognose: „Der Klassiker bei der Preisverteilung sind leere Batterien im Mikrophon!“ Gesagt – passiert…

Neben Darigo, der sich laut eigenen Angaben bei diesem Turnier „köstlich amüsierte“ und sich selbst daran machte, Medaillen zu verteilen, hatte am Abend auch Alexander Benvenuto Grund genug, spitzbübische Freude an den Ergebnislisten zu haben: „Seine“ Mannschaft habe eine Medaille gewonnen, ohne dass ein Spieler im seinem Club dabei sei, und nun wolle er dafür ein Kompliment! Der Berichterstatter tat ihm den Gefallen:

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worauf Benvenuto genüsslich antwortete, nun könne er friedlich einschlafen… Gute Nacht!

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