U16-Regionalmeisterschaft 2018: Keine Klarheit zwischen Zuev und Haller

hallerzuevBei der regionalen U16-Landesmeisterschaft 2018 konnten sich in mehr oder weniger allen Kategorien die Favoriten durchsetzen. Auch der Meraner Mikhail Zuev (im Bild rechts). Er sicherte sich den Titel in der U14 dank der besseren Buchholzwertung, nachdem er sich in der vierten Runde gegen Quentin Haller remis trennte.

Aus allen Landesteilen waren sie gekommen, die Teilnehmer und Teilnehmerinnen der diesjährigen U16-Meisterschaft des regionalen Verbandes CR Alto Adige. In Summe waren es 46 Spieler aus zwölf Vereinen, welche die Verantwortlichen ganz schön am Laufen hielten. Im Vorfeld galt die Hauptaufmerksamkeit der neuen Regelung, dass alle Spieler im Besitz der FSI-Mitgliedschaft sein müssen.
Nicht neu, aber erstmals zu 100 Prozent umgesetzt haben die Verantwortlichen die Regelung zur Erstellung der Setzliste. Da das Turnier vom nationalen Verband FSI bei der FIDE zur Auswertung für die FIDE-Rapid-Elo gemeldet wird, war das erste Kriterium die entsprechende Ratingwertung, sofern die Teilnehmer eine solche bereits erworben haben. Das haben deren acht. Anschließend galt die Stardard-FIDE-Rating (zwei Teilnehmer), gefolgt vom nationalen Rating. Merkwürdig und vor allem diskussionswürdig bleibt die Regelung, dass für ungewertete Spieler die Zahl 1440 als Richtlinie gilt. Die vollständige Anwendung dieser Regelung führt zu teils grotesk wirkenden Setzlisten. Als Beispiel mag man die Kategorie U12 nehmen, wo mit Anna Giacomazzi und Matthias Klotzner zwei der besten Spieler ihre Altersgruppe die letzten beiden Plätze einnehmen.
In den Kategorien U10/U8 und U16 bestand das Teilnehmerfeld aus acht beziehungsweise aus sieben Spielern. Die Organisatoren, Schiedsrichter Gerhard Bertagnolli und Andreas Steger, wollten kein Risiko eingehen und ein „Auslosungsdesaster“ wie im Vorjahr in St. Ulrich vermeiden. So wurde die zu spielende Rundenzahl auf sieben erhöht. Den leicht zu errechnenden Zeitaufwand lässt sich in der U10 erfahrungsgemäß leicht aufholen, bei der U16 jedoch nicht. Die Bemühungen, eine Runde „schnell“ einzuschieben und auf diese Weise sowenig Zeit wie möglich zu verlieren, erwiesen sich als Bumerang: Zwei Teilnehmer zogen es vor, sich nach der vierten Runde zurückzuziehen.
Ansonsten bestimmte der Kampfgeist das Geschehen. Und es waren die Favoriten, die am Ende der Veranstaltung die Nase vorne hatten. So zum Beispiel in der U16. Dort ließ Nicole Samantha Paparella den Buben keine Chance und sicherte sich mit sechs Punkten einen souveränen Sieg. Zum Sieger der Buben krönte sich Andreas Florian.
Spannung herrschte in der U14, wo es mit Mikhail Zuev und Quentin Haller zwei klare Favoriten gab. Beide gewannen alle Partien, aber der Meraner sicherte sich den Sieg dank besserer Buchholzwertung, nachdem die direkte Begegnung remis endete. Den Sieg bei den Mädchen holte sich Milica Misic vom SSV Bruneck.
Die größte Mädchenkonkurrenz ging in der U12 an den Start. Wie nicht anders erwartet war es Anna Giacomazzi, die dabei als Siegerin hervorging. Den Sieg konnte man von Niccolò Casadio erwarten, war er doch der haushohe Favorit. Mit sechs Punkten ließ er keinen Zweifel aufkommen. Eine 100-prozentige Punktausbeute lieferte auch Jakob Niederfriniger ab. Er sicherte sich den Titel der U10.

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Das Siegerbild von Brixen: hinten stehend von links nach rechts Andreas Florian, Mikhail Zuev, Milica Misic, Nicole S. Paparella. Vorne: Niccolò Casadio, Jakob Niederfriniger, Silvia Baumann und Anna Giacomazzi.
Nach dem aktuellen Stand haben sich die folgenden Spieler für die U16-Italien-meisterschaft in Scalea qualifiziert:
Andreas Florian, Franjo Osanna (Kaltern/Tramin), Valentin Ellemunt, Pascal Sartore, Silvia Baumann, Jack Obexer (Brixen/Milland), Manuel Perathoner, Marcel Comploi, Alex Piazza (Gröden), Jan Gurschler (Naturns Jambo), Milica Misic (Bruneck), Niccolò Casadio (Richter/Lask), Anna Giacomazzi (Arci Scacchi) und Jakob Niederfriniger (Lichtenberg). Die Bestätigung seitens der FSI steht aber noch aus.
Nichole Samantha Paparell (Raika Steinegg), Mikhail Zuev, Jakob und Matthias Klotzner (Merania) und Quentin Haller (Wipptal Schach) sind aufgrund ihrer nationalen Kategoriezugehörigkeit spielberechtigt.
Medaillenstatistik:

medaillenstatistik

Ergebnisse:

Kategorie U10/U8    Kategorie U12    Kategorie U14    Kategorie U16

 

Ergebnisse

 

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