Richter/Lask gewinnt die Championship 2017

Die Jugendmannschaft des Bozner Schachclub J. Richter/Lask hat die diesjährige Trophäe der Youth Team Championship in die Landeshauptstadt geholt. Das Team der „Volpini“ entschied alle sieben Begegnungen für sich und gewann das Turnier recht souverän.

Zum ersten Mal überhaupt beteiligte sich Richter/Lask an diesem Wettbewerb. Das Trio mit Nicole S. Paparella, Niccoló Casadio und „Leihspieler“ Arnold Lantschner ging als Nummer der Setzliste in das Turnier.

Der Elofavorit kam aus der Passerstadt. Die Meraner machten aus den „Wild Rooks“ ein „Löwen“-Team mit eigenen Spielern: Mikhail Zuev am Spitzenbrett und den Klotzner-Brüdern Jakob und Mathias. Zu beachten waren auch die „Großen Traminer Wudelen“, welche mit Quentin Haller den Champion des Vorjahres ins Team holten.

Alle drei Mannschaften begannen das Turnier mit je zwei Siegen. Erst wurde es ab der dritten Runde, in welcher die Löwen auf die Volpini trafen. Die Bozner fügten dem Titelverteidiger eine vernichtende 3:0-Niederlage zu. Schritt halten konnten die Wudelen, die gegen die zweite Vertretung von Arci ebenfalls als 3:0-Sieger vom Brett gingen. Doch schon eine Runde später mussten die Überetscher die Überlegenheit der Volpini anerkennen und die Höchststrafe, eine 0:3-Niederlage, anschreiben lassen. Die stärksten Mannschaften hatte das Bozner Trio damit bereits aus dem Feld geschlagen: War das Turnier damit bereits entschieden?

Nach vier Runden tauchte die erste Grödner Mannschaft auf dem zweiten Rang auf. Für Nadia Kasslatter, Elia Bermeister und Manuel Perathoner endete die Höhenluft in der fünften Runde gegen das führende Volpini-Trio, das den fünften 3:0-Sieg gutschreiben ließ. Mit demselben Ergebnis hielten die Wudelen und die Löwen den Anschluss an die Spitzen, mussten nun aber gegeneinander antreten. Das Duell um den möglichen zweiten Platz endete mit Punktteilungen auf allen drei Brettern. Die Volpini sicherten sich mit dem sechsten 3:0-Sieg über Arci 2 vorzeitig die Championship-Trophäe. In der letzten Runde eröffnete sich noch die Möglichkeit zur Einstellung des Rekords von Nettuno Gardolo, das als bisher einzige Mannschaft das höchstmögliche Ergebnis schaffte. Ausgerechnet Arnold Lantschner blieb der siebte Sieg verwehrt. Sein Traum, die Championship einmal gewinnen zu können, ging aber dafür in Erfüllung; somit dürfte er die Niederlage verschmerzen.

Spannend blieb das Turnier bis zum letzten Zug. Nachdem die Löwen gegen Arci 4 einen ungefährdeten Sieg einfuhren, legten sie im Kampf um den zweiten Platz vor. Die Wudelen waren gefordert. Doch gegen Gröden 1 unterlagen sie doch etwas unterwartet und verloren nicht nur den möglichen zweiten Platz, auch der dritte Rang war damit futsch. Diesen sicherte das Grödner Team, welches das Vorjahresergebnis wiederholte.

Die Entscheidung um die beste U12-Mannschaft fiel in der letzten Runde, in der die „Kandidaten“ Arci 1 und die „Kleinen Traminer Wudelen“ (oben im Bild bei der Prämierung) aufeinandertrafen. Die Wudelen siegten mit 2:1 und konnten sich die Goldmedaillen abholen.

CRAA-Obmann Andreas Steger zeichnete bei der Prämierung Nicole S. Paparella, die alle sieben Partien gewann, zum zweiten Mal mit dem Titel „Best Player“ aus. Die junge Boznerin schraubte ihr persönliches Ergebnis bei der Championship auf 14 Siege bei 14 Partien hoch: Sagenhaft!

Für die Titelverteidiger aus Meran reichte es zum zweiten Platz.

Auch andere Spieler konnten bei diesem schönen Turnier mit einem überzeugenden Ergebnis aufwarten. Niccolò Casadio kam ebenfalls auf sieben Siege in sieben Runden. Mirko Bocchio erzielte bei seinem ersten Auftritt bei einem Turnier auf Anhieb 5,5 Punkte, was eine Erwähnung wert ist. Dass Teamgeist mitunter Flügel verleihen kann, zeigt der fünfte Rang von Gröden 2, welches nur auf Rang 13 gesetzt war: Bravo!

Strahlen durfte am Ende der Veranstaltung auch Daniele Giuriato, der Kapitän von Arci 1. Die Glücksfee zog das Los mit seinem Namen, das ihm bei Verlosung einen Sonderpreis bescherte.

Gröden 1 mit Nadia Kasslatter, Elia Bergmeister und Manuel Perathoner (verdeckt) erspielte sich den Bronze-Rang.

 

 

 

Alle Ergebnisse

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