YTC 2015: Die Championship-Sieger kommen aus Bozen

championship2015Dort, wo vor kurzem noch die großen Schachstars wie Romanishin, Nisipeanu, Peralta, Baklan und Okhotnik sich die Klinke beim Server24-Turnier in die Hand gaben, und wo Alexander Bertagnolli Südtiroler Schachgeschichte schrieb, dort durften sich die einheimischen Nachwuchskräfte einen Tag lang als Meister fühlen – oder werden: Die „Youth Team Championship“ stand auf dem Programm!

Zum vierten Mal richtete der regionale Schachverband „FSI Comitato Regionale Alto Adige“ unter der Federführung von Andreas Steger diese Veranstaltung aus, zum ersten Mal in St. Ulrich in Zusammenarbeit mit dem Schachclub Gröden, der die Jugend-Meisterschaft im Kulturhaus unterbrachte und damit für vortreffliche Spielbedingungen sorgte.

Die Teilnehmerzahlen hielten sich in einem überschaubaren Rahmen. 16 Mannschaften aus Südtirol wollten dafür sorgen, dass die Championship-Trophäe in diesem Jahr im Lande bleibt. Die südlichen Nachbarn zeigten wieder Interesse an der Teilnahme, gekommen und mitgespielt hat ein Team des CSR Rovereto. Gerne wäre auch der Vorjahressieger von Nettuno gekommen, die E-Mail, die der neue Club-Obmann Simone Sriboni am Tag nach der Veranstaltung schrieb, klang nach einer Entschuldigung für die Abwesenheit. Der Verein hat zwar einige junge, offenbar sehr junge Nachwuchsspieler in den Reihen, aber die Distanz von Trient ins Grödnertal war für die kleinen Denksportler dann doch zu groß. Und auf die älteren Spieler konnte die Clubführung auch nicht zurückgreifen: Francesco Seresin zog aus guten Gründen einen Einsatz für Arci Scacchi vor, und die auch in unseren Breiten bekannten Schwestern Samia und Syema, die bei der Championship im Vorjahr für Furore sorgten, stehen dem Verein nicht mehr zur Verfügung: Die Sheik-Familie ist aus Italien weggezogen.

Hierzulande drehte sich vor der Anmeldefrist das „Transferkarussell“. Den besten Fang machte dabei der Bozner Club Arci Scacchi, der sich die Nummer eins der JGP-Rangliste, Michael Seebacher, schnappte. Zusammen mit dem jungen Meisterkandidaten Seresin bildete er ein starkes Duo, das mit dem aufstrebenden Spieler Matteo Cosi am dritten Brett eine gute Ergänzung fand und als „The Best Team“ als turmhoher Favorit galt. Nicole Paparella, eine ebenfalls aufstrebende Spielerin mit bereits beachtlichen Turnierergebnissen, bildete mit den Jamai-Schwestern das einzige Mädchen-Team dieser Meisterschaft. Das holte praktisch ohne Konkurrenz den Sonderpreis ab, für den sich die Grödner Ausrichter bemühten. Die Grödner sorgten auch dafür, dass die Meisterschaft der Meister von Morgen beim TV-Publikum ankam: Die ladinische Nachrichtensendung Trail strahlte noch am Abend einen Bericht aus.

Gestrahlt haben am späten Nachmittag auch die Spieler der siegreichen Mannschaft, das nicht wenig überraschend „The Best Team“ hieß: Nomen est Omen! Im Turnierverlauf drängte sich irgendwann höchstens die Frage auf, ob dem Trio die Einstellung des letztjährigen Rekordergebnisses gelingen würde. Die Antwort gab Lorenz Hosp vom Meraner M1-Team, der in der fünften Runde Cosi den Punkt abnahm. Auch wenn er den möglichen Rekord verpatzt hat, kann Cosi mit seinem persönlichen Ergebnis von sechs Punkten aus sieben Spielen durchaus zufrieden sein. Etwas für die Rekordbücher gibt es trotzdem: Francesco Seresin erhielt bei der Prämierung auch den Sonderpreis als bester Spieler überreicht, womit er nun bei vier offiziellen „Championship“-Titeln hält.

Endstand

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